Mit Yoga das Schlafverhalten verbessern – Lebensqualität steigern

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Erkennst du dich in der Situation wider, dass der Wecker in wenigen Stunden klingelt und du dich eigentlich total müde fühlst, aber trotzdem kein Auge zubekommst? Obwohl dein Körper ganz klar signalisiert, dass er jetzt Schlaf bräuchte, liegst du immer noch wach und kannst keine Ruhe finden?

Damit bist du nicht allein. Wie dir geht es mittlerweile Millionen Menschen in Deutschland. Schlafprobleme gelten als Volkskrankheit und diese können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Am nächsten Morgen wirst du die Auswirkungen unmittelbar spüren. Du wirst nicht nur müde sein, sondern womöglich auch gereizt und schlecht gelaunt in den Tag starten. Klingelt der Wecker, würdest du am liebsten noch ein, zwei Stunden weiterschlafen, um wirklich ausgeruht zu sein.

Des Weiteren gelten Schlafprobleme auch als Ursache für Herz-Kreislauf-Beschwerden und andere negativen gesundheitlichen Folgen. Du solltest also nicht versuchen, die Schlafprobleme mit einer ordentlichen Portion Kaffee zu verdecken, sondern die Ursachen bekämpfen.

Yoga gilt hierbei als eine der besten Methoden, um den Schlaf zu fördern. Dass Yoga positiv für deine Gesundheit ist, wirst du dir wahrscheinlich schon denken können. Die hohe Beliebtheit des Yogas sollte verdeutlichen, dass damit eine wesentlich höhere Lebensqualität einhergeht. Doch wie genau kann durch Yoga das Schlafverhalten verbessert werden?

Stress als Ursache für Schlafprobleme

Zunächst solltest du herausfinden, weshalb die Schlafprobleme überhaupt auftreten. Als eine der Hauptursachen gilt der moderne Lebenswandel. Hierzu zählen vor allem der Job, welcher zu einem übermäßigem Stress führt. Du möchtest natürlich Bestleistungen abliefern und stehst daher jeden Tag unter einem hohen Druck. Möglichst perfekt sollen schließlich die Ergebnisse sein. Auch wenn du dich noch im Studium befindest, wirst du diesem Druck ausgesetzt sein.

Der Drang nach Perfektion und möglichst guten Leistungen löst eine Stressreaktion aus. Gefährlich wird es, wenn du den restlichen Tag noch mit Terminen versiehst. Du möchtest wahrscheinlich auch noch Zeit mit Freunden und der Familie verbringen und deine anderen Hobbys sollen auch noch unter einem Hut gebracht werden.

In vielen Fällen stellt dies jedoch eine zu hohe Anforderung an dich dar. Du findest überhaupt keine Zeit mehr für dich, um mal richtig “abzuschalten”. Erst am Abend, wenn alle Termine erledigt sind und du den Tag beenden möchtest, kommt der Geist dazu, all deine Erlebnisse und auch deine Probleme aufzuarbeiten. Diese schwirren nun in deinen Gedanken und du wirst sie einfach nicht los.

Sie sorgen dafür, dass du nicht einschlafen kannst und noch einige Zeit wach im Bett liegst und über deinen Problemen grübelst. Hast du genügend für die Klausur gelernt, ist dein Chef mit deinen Leistungen zufrieden und findest du genügend Zeit für deine Familie? All diese Fragen können dich nun am Abend davon abhalten, dass du einschläfst.

Von diesem Stress abgesehen, gibt es noch andere schlechte Gewohnheiten, die zu den Schlafproblemen führen. Allen voran zählt hierbei die Nutzung des Smartphones am Abend. Durch das spezielle Licht der Bildschirme wird deinem Körper vorgespielt, dass die Sonne noch scheinen würde und daher wird das Schlafhormon Melatonin nicht produziert. Du solltest also von der Nutzung des Smartphones oder eines Computerbildschirms etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen absehen.

Auch das Arbeiten oder Lernen im Schlafzimmer kann zu einem schlechten Einschlafverhalten führen. Dann verbindet dein Unterbewusstsein das Schlafzimmer automatisch mit dem Stress, welchen du während des Lernens oder Arbeiten ausgesetzt bist. Dein Schlafzimmer ist kein Wohlfühlort der Entspannung mehr, sondern steht für den anstrengen Alltag und damit wirst du ebenso schlechter einschlafen können.

Entspannung durch Yoga erzielen

Was kannst du also tun, um den Stress zu vermeiden und besser einzuschlafen?

Eine der besten Möglichkeiten lässt sich im Yoga wiederfinden. Yoga kann in einigen Bereichen deinen Körper und Geist positiv beeinflussen.

Rückenschmerzen zählen ebenfalls zu einer der größten Volkskrankheiten. Das lange Sitzen im Büro oder am Schreibtisch beim Lernen, führen dazu, dass die Muskulatur nicht ausreichend belastet wird. Die Dysbalancen äußern sich zunächst in einer ungesunden Haltung, danach in Verspannungen und schlussendlich in starken Schmerzen. Durch Yoga lassen sich Rückenschmerzen hervorragend behandeln. Die Übungen dehnen und kräftigen die Muskulatur zugleich. Damit wird ein guter Ausgleich zum bewegungsarmen Alltag hergestellt. Sowohl die Muskulatur, als auch die Wirbelsäule werden von diesen Übungen profitieren.

Yoga wirkt sich aber auch auf die Psyche aus. Wer regelmäßig Yoga betreibt, fühlt sich glücklicher und selbstbewusster. Wie bei jedem anstrengen Sport werden auch bei Yoga Glückshormone ausgeschüttet. Diese bewirken, dass du dich im Anschluss an die Übungseinheit viel besser fühlen wirst. Die Probleme, die dir bisher Kopfzerbrechen bereitet haben, nimmst du nun als keine so große Belastung mehr wahr. Du wirst mit viel mehr Energie dich diesen Problemen entgegenstellen und merken, dass es gar nicht zu schwer ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Zudem wirst du auch die körperlichen Veränderungen merken. Du wirst viel fitter und dies macht sich nicht nur in einem sportlicheren Körper, sondern auch einem viel leichteren Alltag bemerkbar. Dir fällt es viel einfacher, dich für längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Diese Fähigkeit wird dir im Studium und im Beruf sehr gelegen kommen und deine Leistungen werden sich verbessern.

Eine der wichtigsten Eigenschaft ist jedoch, dass der Stress abgebaut wird. Auswirkungen, wie eine höhere Energie und Lebensfreude bauen im Wesentlichen darauf auf, dass du in der Lage bist, den Stress zu reduzieren. Während der Ausführung der Yoga-Übungen wird die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol gehemmt. Dadurch wirst du eine größere Entspannung erfahren und endlich die Stressbelastung minimieren können. Denn dauerhaft einen höheren Stresslevel zu besitzen, ist mit einigen Gesundheitsrisiken verbunden.

Auch die Atmung ist während des Yogas ein wichtiges Instrument, um den Stress zu reduzieren. In herausfordernden Situationen kannst du bewusst deine Atmung anpassen, um weniger Stress zu erleben. Dadurch wirkt sich Yoga auch langfristig positiv auf dich aus.

Wie Yoga den Schlaf positiv beeinflusst

Die Lehren des Yogi setzen also an verschiedenen Punkten an, die das Einschlafen verbessern. Hierzu zählen vor allem die Reduzierung des Stresses und das Mindern der Rückenbeschwerden. Indem du die Übungen regelmäßig durchführst, wirst du merken, wie der Stress zurückgeht und du nachts nicht mehr grübelnd im Bett liegst, sondern es dir viel einfacher fällt, die Gedanken zu kontrollieren.

Anstatt für einige Stunden wach im Bett zu liegen, wirst du deinen Atem und den Geist kontrollieren, um eine Tiefenentspannung herbeizuführen. Durch den geringeren Stress wirst du dank des Yogas viel besser einschlafen können.

Doch Yoga bezieht sich nicht nur auf die Durchführungen der Übungen. Es beschreibt eine ganzheitliche Lehre, welche dich in allen Lebensbereichen unterstützt. Hierzu gehört zum Beispiel auch die Ernährung. Diese gilt ebenfalls als eine Ursache für schlechten Schlaf. Stelle deine Ernährung nach den Vorgaben des Yoga um. Vermeide Alkohol, Kaffee und zu viel Zucker. Dafür besinne dich lieber auf Obst und andere natürliche Lebensmittel. Diese werden deine Verdauung weniger belasten und den Schlaf erleichtern.

Auch deinen Lebensstil kannst du nach den Lehren des Yoga ausrichten. Wichtig sind hierbei vor allem die Ruhephasen, die du dir und deinem Geist gönnst. Also verzichte auf das Smartphone, sei nicht immer für den Chef erreichbar und verbringe mehr Zeit in der Natur. So wirst du auch abseits der Yoga-Übungen mehr Zeit für dich finden und vom stressigen Alltag etwas Abstand gewinnen. Eine Akupressurmatte kann ebenfalls den Stress etwas lindern.

Du merkst also, mit Yoga lässt sich das Einschlafen auf viele Weisen positiv beeinflussen. Im Folgenden erhältst du noch eingängige Tipps und Übungen, falls du dich bisher noch nicht so intensiv mit Yoga auseinandergesetzt hast.

Praktische Tipps, um mit Yoga besser einzuschlafen

Die folgenden Übungen kannst du regelmäßig anwenden, um damit dein Einschlafen mit Hilfe des Yogas zu verbessern. Sei nicht entmutigt, wenn eine positive Wirkung noch nicht sofort auftritt. Es kann etwas dauern, bis du den negativen Folgen des Alltags mit Hilfe des Yogas entgegentreten kannst. Aber allein durch die regelmäßige Betätigung wirst du schon bald viel aktiver werden und deine Lebensqualität steigern können.

Drehung im Liegen

Die erste Übung sollte noch keine große Herausforderung für dich darstellen. Du legst dich auf den Rücken, die Beine sind noch ausgestreckt. Der Kopf schaut derweil zu einer Seite, während die Arme weit abgestreckt werden. Mit jedem Atemzug winkelst du nun die Beine an und legst diese auf der entgegen gesetzten Seite ab. Du kannst die Hände nutzen, um die Beine noch intensiver auf den Boden abzulegen und die Dehnung zu verstärken. Nach 10 Wiederholungen wechselst du die Seite.

Drehung im Sitzen

Leidest du unter Schmerzen an der Wirbelsäule, kann die folgende Übung dafür gut geeignet sein. Hierzu befindest du dich zunächst im Fersensitz. Ein Fuß wird nun seitlich neben dem Knie des anderen Beines abgesetzt. Der Fuß sollte nicht hinter dem Gesäß abgesetzt werden, sondern so, dass das Gesäß noch voll auf dem Boden aufsitzt. Mit jedem Atemzug wird der Kopf und der Oberkörper in die entgegen gesetzte Richtung gedreht. Dies entspannt die Wirbelsäule und hilft gegen Verspannungen im Rücken.

Schulterstand

Eine weitere einfache Yoga-Übung für ein besseres Einschlafen bietet der Schulterstand. Hierbei nimmst du ein weiteres Kissen als Hilfsmittel. Die Beine werden entlang der Wand hoch geführt und das Kissen etwa auf Höhe des Beckens platziert. Im rechten Winkel liegen die Beine nun an der Wand, während der Oberkörper auf dem Boden liegt. Diese Haltung bewahrst du für etwa 10 Minuten und atmest ruhig und gleichmäßig. Die Arme kannst du an den Seiten noch ablegen.

Mit diesen praktischen Tipps wirst du mit Hilfe des Yogas leichter einschlafen und weniger Stress im Alltag verspüren.

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