Diabetes – Der große Online Ratgeber

Diabetes Mellitus

Auch wenn es eventuell etwas komisch klingt, kann die Diagnose Diabetes ein Schock sein und Angst machen. Zumindest ging es mir so, als meine Frau die Diagnose bekommen hat. Es kann sein, dass ihr da anders seit, aber ich hatte keine Ahnung davon. Ich wusste nur, dass sich jetzt einiges ändern muss.

Aus diesem Grund habe ich mich hingesetzt und den Ratgeber geschrieben, damit Ihr schnell Informationen zu dem Thema bekommt und so gut es geht Bescheid wisst. In diesem Ratgeber erfahrt Ihr alles, was Ihr zu diesem Thema wissen müsst. Lasst es euch nicht entgehen.

Was ist Diabetes Mellitus

Der Name Diabetes Mellitus steht für eine Erkrankung des Stoffwechsels und führt zu einer Veränderung des Zuckerspiegels. In den meisten Fällen ist auch der Fett- und Eiweißstoffwechsel mit betroffen. Diese lebenswichtigen Körperfunktionen werden vom Insulin, dass in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird gesteuert.

Durch die Störung des Insulinspiegels im Blut kommt es zu einer Diabetes Erkrankung. Diabetes Mellitus hat mehrere Formen, in der es auftreten kann. Bevor ich aber auf die verschiedenen Diabetes-Arten eingehe, möchte ich euch erklären, welche Funktion das Insulin erfüllt und welche Ursachen eine Diabetes-Erkrankung haben kann.

Was ist Insulin

Das Wort Insulin leitet sich von den Inselartigen Zellen innerhalb der Bauchspeicheldrüse ab und erhielt durch diese den Namen. Das Hormon Insulin ist für die Steuerung des Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsels zuständig und hält diese in Balance. Ist nun die Insulinproduktion gestört, kann es zu einer Über- oder Unterzuckerung kommen. Ist dies über einen längeren Zeitraum gegeben, spricht man von der Krankheit Diabetes Mellitus.

Wie bekommt man Diabetes?

Die Ursachen einer Diabetes-Erkrankung können sehr vielfältig sein. Da es sich beim Insulin um ein lebensnotwendiges Stoffwechselhormon handelt, kann die Störung der Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse oder ein akuter Insulinmangel zu einer Erkrankung mit Diabetes führen. Es kann auch sein, dass eine Diabetes-Erkrankung durch eine mangelhafte Insulinwirkung an den inneren Organen (Gehirn, Leber, Muskulatur und Fettgewebe) ausgelöst wird.

Welche Diabetes-Typen gibt es

Wie ich euch bereits weiter oben erklärt habe, gibt es verschiedene Arten von Diabetes. Diese Arten unterscheiden sich nicht nur von der Ausprägung, sondern sind auch mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden behaftet. Einige der verschiedenen Arten können mit der Zeit verschwinden, andere hingegen werden ein Leben lang für Veränderungen im Alltag sorgen.


Zu den Diabetes-Typen

Typ-1-Diabetes (genetisch)

Bei dieser Form des Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulin produzierenden Zellen vom körpereigenen Immunsystem angegriffen und zerstört werden.

Dies hat zur Folge, dass der Körper aufhört Insulin zu produzieren und die Herstellung des Hormons durch die Gabe von Spritzen ersetzt werden muss. Wird das Insulin nicht durch Spritzen ersetzt, kann der Körper den in Lebensmitteln enthaltenen Zucker nicht mehr verstoffwechseln und es kommt zu einer sogenannten „Überzuckerung“.

Die Gabe des Insulin-Hormons ist aus diesem Grund für Typ 1 Diabetiker eine täglich mehrmals wiederkehrende Pflicht. Bist du mit der Insulingabe zu nachlässig, kann es sein, dass es schwerwiegende Folgeerkrankungen der Leber, Augen, des Hirns oder der Nieren nach sich ziehen und im schlimmsten Falle auch zum Tod führen kann.

Typ-2-Diabetes (erworben)

Anders als der Typ 1 Diabetes hat der Typ 2 Diabetes keine genetische Ursache, sondern wird durch verschiedene Umweltfaktoren beeinflusst. Häufig tritt er bei Menschen auf, die durch eine falsche Ernährung oder einer generell falschen Lebensweise ihren inneren Organen schaden. Dies ist in 90 % der Diabeteserkrankungen der Fall und wird beispielsweise durch einen extremen Zuckerkonsum gefördert (Die Deutschen sind der 2. größte Zucker Konsument weltweit).

In sehr vielen Fällen (80 %) geht der Typ-2-Diabetes mit einer Fettleibigkeit Hand in Hand. Das Problem bei diesem Diabetes Typen ist die aufgebaute Insulin-Resistenz im Kreislauf, die für eine verminderte Verstoffwechselung des Blutzuckers verantwortlich ist.

Schwangerschaftsdiabetes

Sind Sie oder Ihre Partnerin schwanger, kann es vorkommen, dass sie für die Zeit der Schwangerschaft an einem besonderen Typ-2-Diabetes erkrankt. Dieser Diabetes wird als Schwangerschaftsdiabetes bezeichnet (oder auch Gestationsdiabetes) und macht etwa 4-5 % der Diabetes betroffenen aus.

In den meisten Fällen sind die betroffenen Frauen bereits über 30 Jahre alt und haben mit Übergewicht zu tun. Auch Frauen, die nach einer vorhergehenden Schwangerschaft ein Kind mit einem Geburtsgewicht von mehr als 4 kg zur Welt gebracht haben, gehören zur Risikogruppe des Schwangerschaftsdiabetes.

Im Falle einer Erkrankung kann schon die geringste Erhöhung des Blutzuckerspiegels einige Risiken für Mutter und Kind mit sich bringen.

Da es sich aber um einen Schwangerschaftsdiabetes handelt, ist in den meisten Fällen ein Abklingen nach der Entbindung des Babys zu erwarten. Allerdings müssen sich die betroffenen Frauen im Klaren darüber sein, dass ein Schwangerschaftsdiabetes das Risiko erhöht, später am normalen Typ-2-Diabetes zu erkranken. Insbesondere Frauen, die während der Schwangerschaft insulinpflichtig waren, haben ein erhöhtes Diabetes Risiko nach der Schwangerschaft.

LADA und MODY

Auch der Diabetes kommt nicht nur mit Standardvarianten umher, sondern auch bei diesem gibt es Ausnahmen von der Regel. Die beiden Sonderformen LADA und MODY sind ausschließlich im Erwachsenen Alter zu erwarten. Das Tückische an diesen beiden Formen ist die Verwechselbarkeit mit dem normalen Typ 2 Diabetes.

Rund 10 % der Patienten, die an einem LADA leiden, werden fälschlicherweise als Typ-2-Diabetiker behandelt und haben dementsprechende Probleme bei der Einstellung des richtigen Zuckerspiegels. Patienten mit einer Diabetes-Diagnose können beim Arzt vorsichtig anfragen, ob es wirklich der angenommene Diabetestyp ist, wenn der BMI unter 25 kg/qm beträgt, kein Anzeichen von Diabetes Typ-1 in der Familie bekannt ist und wenn bei 3 Generationen der Familie ersten Grades an Diabetes erkrankt waren.

Eine weitere Besonderheit des Diabetes Mody Typs ist die autosomale Vererbung. Bei dieser Form lassen sich mehr als Zehn verschiedene molekulargenetische Formen abgrenzen. Jede einzelne Form präsentiert sich klinisch sehr unterschiedlich.

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Oliver Trautvetter, Oli's Test und Ratgeberblog
Oliver Trautvetter
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Die Folgen von Diabetes

Nimmst du die Diagnose nicht ernst, kann es passieren, dass dein Körper im Laufe der Zeit diese Symptome aufweist:

Eine Diabetes Erkrankung darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Durch eine fehlende oder fehlerhafte Behandlung dieser Zuckerkrankheit, können teil enorme körperliche Probleme auftreten.

Probleme mit der Haut und den Schleimhäuten
Lebensgefährliche Unterzuckerung
Infektionen der Luft- und/oder Harnwege
schwerwiegende Überzuckerung (infektionsbedingt)
Diabetisches Koma

Es kann auch passieren, dass es im weiteren Verlauf zu chronischen Erkrankungen kommt. Diese entwickeln sich in der Regel im Verlauf von einigen Jahren und sind besonders häufig bei Menschen zu finden, die schlecht auf den Diabetes eingestellt sind oder nichts von dieser Erkrankung wissen. Besonders betroffen von diesen chronischen Problemen sind die großen und kleinen Blutgefäße und das Nervensystem.

Welche Folgen haben chronische Erkrankungen bei Diabetikern?

Sind chronische Erkrankungen aufgetreten, können sich weitere Folgeerscheinungen einstellen. zu diesen Folgeerscheinungen gehören:

  • Herzerkrankungen
  • Schlaganfall
  • Chronische Fusswunden (die zur Amputation des Fußes führen können
  • Nierenversagen
  • Sehstörungen
  • Nervenschäden

Weitere Studien belegen, dass Diabetiker im Verlauf des Lebens, eine wesentlich kürzere Lebenserwartung zu verzeichnen haben.

Bei diesen Symptomen könnten Sie an Diabetes erkrankt sein

Typ-1-Diabetes

  • Übermäßiger Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Allgemeine Schwäche
  • Hunger oder Appetitlosigkeit
  • Plötzlicher Gewichtsverlust
  • Schlecht heilende Wunden
  • Erhöhte Infekt-Anfälligkeit
  • „Verschwommensehen“

Typ-2-Diabetes

!Bedenke bitte, dass die Symptome von Typ-2-Diabetikern meist unspezifischer verlaufen, als bei Typ-1-Diabetikern.!

  • Müdigkeit, Leistungsschwäche, Antriebslosigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Störungen der Merkfähigkeit und Konzentration
  • Hunger, Polyphagie (krankhaft gesteigerter Appetit / krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme)
  • Allgemeine Infektionsneigung (Haut, Schleimhäute, Harnwege)
  • Juckreiz
  • Folgeerkrankungen von Diabetes

Welche Risikofaktoren bestehen für Diabetes Typ 2

Besonders Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes aufweisen, sollten alle 2 Jahre den Check beim Arzt angehen. Dieser Check heißt Check-up 35 und ist ein Screening auf Diabetes. Damit du weißt,  ob du zu dieser Risikogruppe gehört, führe dir folgende Risikofaktoren vor Augen:

  • Menschen über 45 Jahre
  • Männer und Frauen mit einem BMI ≥27 kg/m2
  • Menschen mit Bluthochdruck ≥140/90 mm Hg
  • Menschen mit Fettstoffwechselstörungen
  • Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung oder Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Menschen, bei denen Diabetes in der Familie bereits vorkommt
  • Menschen, bei denen schon mal erhöhte Blutzuckerwerte gemessen wurden
  • Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes hatten (insbesondere diejenigen, die während der Schwangerschaft mit Insulin behandelt wurden)
  • Frauen, die Kinder mit mehr als 4.000 Gramm geboren haben
  • Frauen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom (Hormonstörung bei jüngeren Frauen)
  • Rauchern

Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, sollrtest du unbedingt regelmäßig zum Arzt gehen, um diesen Check-up durchzuführen. Bitte unterschätze das Risiko einer Diabeteserkrankung nicht.

Was ist für einen Diabetiker ein normaler Zuckerwert?

Bevor wir gleich zum angenehmen Teil des Ratgebers kommen, möchte ich dir gleich einmal die Werte Auflisten, die für einen Diabetiker normal und akzeptabel sind. Es kann sich allerdings nur um Grundwerte handeln, die mit deinen Werten nichts zu tun haben. Im Austausch mit einem Facharzt kann ein individueller Wohlfühlwert für dich festgelegt werden. Es ist durchaus normal, das ein gut eingestellter Diabetiker mit einem Blutzuckerwert von 300 mg/dl zufrieden ist, aber es kann auch sein, dass du dich mit einem Wert von 70 mg/dl gut fühlst. Dies geilt es im Gespräch mit dem Diabetologen herauszufinden.

Ernährung mit Diabetes

In der heutigen Zeit ist es nicht mehr an der Tagesordnung, dass Diabetiker eine besondere Ernährungsweise einhalten sollten. Es ist viel mehr so, dass es nunmehr möglich ist, alles zu essen, das einem gefällt.

Natürlich solltest du jetzt nicht direkt zum nächsten Zeitungsladen rennen und die Restbestände der Süßigkeiten und Softdrinks aufkaufen. Denn auch wenn es keiner besonderen Diabetiker Diät mehr bedarf, ist eine gesunde Ernährung von essenzieller Bedeutung.

Tipps zur richtigen Ernährung

Damit es sich mit der Zuckerkrankheit Diabetes gut leben lässt, ist es notwendig einige Veränderungen in KAuf zu nehmen. Dabei ist es unerheblich, ob es ein Typ 1 Diabetes oder ein Typ 2 Diabetes ist, an dem ihr erkrankt seit. Auf die folgenden drei Dinge läuft eine Ernährungsumstellung im Rahmen einer Diabeteserkrankung hinaus:

Den Blutzucker auf ein Normalmaß bringen und halten

Gewicht verlieren oder Übergewicht vermeiden

Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen vorbeugen

Gesund ist, was nicht Diabetiker essen dürfen!!
BEsonders wichtig, ist der Faktor, dass ihr als Diabetiker alles essen dürft, das gesunde Menschen auch essen und es gelten die selben Empfehlungen.
Als besonders gesund geilt eine abwechlungsreiche Ernährung, vollwertige Ernährungsweise.

Elemente Vollwertige Ernährung bei Diabetes

Vollkornprodukte

Hülsenfrüchte
Viel unterschiedliches Gemüse
Salat und Obst
Hochwertige pflanzliche Fette und Öle

Mehr zu dieser Ernährungsform findet ihr auf der Website der GDE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung).

Diabetes Typ 2

Das häufigste Problem bei Typ 2 Diabetikern ist das Übergewicht. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung un die daraus resultierende Gewichtsabnahme, kann nicht nur das Lebensgefühl verbesset, sonder auch der Diabetes bekämpft werden. Bei diesem Diabetes Typen ist die Erkrankung meist eine Folge des Übergewichts und dessen Nebenwirkungen.

Diabetes Typ 1

Bei Diabetikern des Typ 1 ist die Ernährung vielleicht noch essenzieller, denn es hängt im wahrsten Sinne des Wortes das Überleben daran. Bei Diabetes Typ 1 besteht die Gefahr, dass durch eine falsche Einstellung oder Ernährung eine extreme Über- oder Unterzuckerung eintritt, welche vom diabetischen Koma bis hin zum Tod führen können. Der Grund dafür ist die mangelnde bis fehlende Produktion des körpereigenen Hormons Insulin.

Damit Ihr immer wisst, welche Menge Insulin notwendig ist, müsst ihr immer die Fette, Kohlehydrate und Ballaststoffe des Essens berechnen und über dessen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel Bescheid wissen.

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